Der im Jahr 1898 gebaute Komplex aus 60 Gebäuden auf 200 ha diente als Lungenheilstätte. Sie sollte die damalige Volkskrankheit Tuberkulose insbesondere in den Arbeiterbezirken Berlins eindämmen. Während des ersten und zweiten Weltkrieges dienten die Heilstätten als Lazarett für Soldaten. 1916 sorgte ein Granatsplitter dafür, dass an diesem Ort der Gefreite Adolf Hitler seine Verletzungen über mehrere Wochen auskurieren musste. Nach Kriegsende 1945 übernahm die Rote Armee die Kontrolle und wandelte die Heilstätten zum größten Militärkrankenhaus der Sowjets außerhalb der UdSSR. Trotz der teils schweren Kriegsschäden blieben durch die unterbrechungsfreie Nutzung die Gebäude bis 1994 in hervorragendem Zustand. Seit dem Abzug der Sowjets und besonders seit der Insolvenz der Eigentümergesellschaft im Jahr 2001 unterliegt die denkmalgeschützte Anlage traurigerweise dem Vandalismus und stetigem Verfall.