Die Vorfreude war groß, denn nach der längeren Autofahrt wartete zunächst die erste Übernachtung im etwas außerhalb gelegenen Hotel de Stockerji. Wer mobil ist und nachts seine Ruhe haben möchte, findet hier einen familiengeführten Gasthof mit hervorragender Küche sowie gepflegten Zimmern. Um sich am nächsten Morgen eine Übersicht zu verschaffen, bot eine Bootsfahrt genau die richtige Perspektive, um die zahlreichen verborgenen Winkel und Grachten zu erkunden. Angenehmerweise bekommt man vom ortskundigen Personal gleich noch alles Wissenswerte erklärt. Während des Flanierens zwischen Gassen, Parks und wunderschönen Plätzen aus Kopfsteinpflaster bietet der Belfried nach dem Erklimmen seiner 366 Stufen eine grandiose Aussicht auf den mittelalterlichen Stadtkern. Abends sollte man es sich nicht nehmen lassen, den Tag in einem der zahlreichen Cafés oder Restaurants ausklingen zu lassen. Mit etwas Zeit im Gepäck kann man sich auf der Rückfahrt den Ortsteil Zeebrügge mit samt seinem modernen Hafen anschauen. Durch seine enorme Wassertiefe und gute Verkehrsanbindung bildet er nach Antwerpen den zweitgrößten Hafen Belgiens. Möchte man sich hingegen bei einer Pause lieber die Beine vertreten, so empfehle ich entweder den Strand von De Haan oder ein Besuch von Brüssel’s Atomium…oder beides .